… aber ich möchte fliegen ganz weit oben über’m Meer,

und dann seh‘ ich all die Scheiße, all die Scheiße hier unten gar nicht mehr.

(Dritte Wahl, „Fliegen“)

Am Sonnabend gegen 23:30 Uhr im Potsdamer Lindenpark war die Welt für eine kleine Gruppe Hanseaten wieder ein bisschen in Ordnung gekommen, als der Tag mit dem Konzert von Dritte Wahl einen versöhnlichen Abschluss fand. Und mit dem oben zitierten Song konnten die letzten Reste an Frust, Ärger und Enttäuschung über den sportlichen Ausgang des nachmittäglichen Hansaspiels beim 1. FC Magdeburg noch einmal richtig herausgeschrien werden – Musiktherapie in höchster Vollendung, und das auch noch völlig gewaltfrei.

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Morgen steht wieder einmal so ein Spiel an, bei dem ich mich bereits jetzt auf den Abpfiff freue. Mehr noch, bei dem ich mich auf den Moment freue, nach der Rückreise aus dem Bördeland an der heimischen Haustür den Schlüssel herumzudrehen. Das Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg ist dann endlich erledigt.

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Selbstverständlich gibt es die Möglichkeit, dem Heimsieg gegen die Kieler Störche ganz viel Negatives abzugewinnen. Fußballerisch war es keine Glanzleistung, es wurden nur sehr wenige Chancen wirklich herausgespielt und das Tor entsprang einem Akt der Gewalt. (Sind diese unverbesserlichen Rostocker also auch auf ihrem Spezialgebiet wieder einmal auffällig geworden... tsss.)

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Na, wie läuft‘s bei Hansa? – Läuft gegen den Baum. – Egal, Hauptsache, es läuft!

Seien wir dankbar. Es war ein kurzer, aber intensiver Moment inniger Freude und optimistischer Vorausschau – die zwei Tage zwischen dem Sieg gegen Aalen und dem Aufkommen der ersten Gerüchte über das reduzierte Kartenkontingent für unser Spiel beim 1. FC Magdeburg. Wie das zarte Aufflackern der ersten Sonnenstrahlen vom nahenden Frühling kündete, hatte ein Hauch von Hoffnung Besitz von den hanseatischen Herzen und Hirnen ergriffen. Ach, wie so trügerisch sind nicht nur Weiberherzen, das Licht am Ende des Tunnels scheint sich als ICE zu entpuppen, der sich mit maximaler Geschwindigkeit annähert – und es gibt kein Entrinnen. Man hat beinahe sogar den Eindruck, dass alle Beteiligten auf Seiten oder in Diensten unserer Kogge auf dem direkten Weg in Teufels Küche möglichst keinen Fettnapf stehen lassen wollen.

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0:2 gegen AueEs hätte nicht viel gefehlt und ich hätte bereits vorgestern, fast direkt nach dem Spiel gegen Wismut, zum virtuellen Stift gegriffen. Das Fazit des Tages wäre dann allerdings deutlich anders ausgefallen als es das heute, mit ein paar Minuten Abstand und der Gelegenheit, das Gesehene zu reflektieren, tut. (Es ist überhaupt ratsam, den Laptop einfach mal in der Ecke liegenzulassen, wenn man gerade geladen ist wie ein türkischer Kleinlaster). Jedenfalls.

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Zuhause gegen AueDer 1. FC Magdeburg ist erst unser überüberübernächster Kontrahent, und doch dominiert diese Ansetzung aktuell die Schlagzeilen rund um die Liga. Grund dafür ist ein (nicht einmal mehr erbarmungswürdiges) Gezerre um Eintrittskarten für die Jungs und Mädels von der Ostsee. Seit ein paar Tagen geht es rund ums Ostsee- und das Krügelstadion scheinbar um nichts Anderes mehr. So verständlich der Ärger, die Wut und die Enttäuschung sein mögen (auch mir platzt in der Rückschau auf die letzten peinlichen Tage der Hut!)... am Sonnabend ist erst einmal Wismut Aue angesagt.

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