4:0 gegen WehenEs ist das eine, festzustellen, daß wir ja noch Heimspiele gegen Erfurt, Wehen, Stuttgart und Halle haben und eine gute Ausbeute aus diesen Partien reichen sollte, um das Abstiegsgespenst in den Wandschrank zu verbannen. Gerade, wenn man zuletzt gegen die Spitzenteams aus Magdeburg und Aue nichts ausrichten konnte und mit Dynamo, Münster, Würzburg und Aspach auf der Zielgeraden der Saison noch dicke Brocken auf uns warten. Es ist etwas anderes, wenn so eine Partie wie gegen Wehen dann tatsächlich ansteht. Kurz: Jetzt gilt es. Aber so richtig.

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Zusammenkunft in der Geschäftszentrale. Die Mitarbeiter der Niederlassung Wiesbaden kehren in Rostock ein. Obwohl, so schlimm sieht es gar nicht mehr aus. In den letzten Spielzeiten ist schon ein Trampelpfad zwischen Rostock und Wiesbaden entstanden – Vollmann, Müller, Vidovic, Gusche, Ahlschwede, Benyamina, Jänicke. Aktuell sind es dort mit Knecht Ruprecht, dem Schindler Kevin und Zwergnase nur noch derer Drei, die sowohl unserer geliebten FCH sowie den SVWW in ihrer Vita platzieren können. Bei unserer Personalfluktuation in diesem Jahrzehnt also ein durchschnittlicher Drittligist.

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… aber ich möchte fliegen ganz weit oben über’m Meer,

und dann seh‘ ich all die Scheiße, all die Scheiße hier unten gar nicht mehr.

(Dritte Wahl, „Fliegen“)

Am Sonnabend gegen 23:30 Uhr im Potsdamer Lindenpark war die Welt für eine kleine Gruppe Hanseaten wieder ein bisschen in Ordnung gekommen, als der Tag mit dem Konzert von Dritte Wahl einen versöhnlichen Abschluss fand. Und mit dem oben zitierten Song konnten die letzten Reste an Frust, Ärger und Enttäuschung über den sportlichen Ausgang des nachmittäglichen Hansaspiels beim 1. FC Magdeburg noch einmal richtig herausgeschrien werden – Musiktherapie in höchster Vollendung, und das auch noch völlig gewaltfrei.

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Morgen steht wieder einmal so ein Spiel an, bei dem ich mich bereits jetzt auf den Abpfiff freue. Mehr noch, bei dem ich mich auf den Moment freue, nach der Rückreise aus dem Bördeland an der heimischen Haustür den Schlüssel herumzudrehen. Das Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg ist dann endlich erledigt.

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Selbstverständlich gibt es die Möglichkeit, dem Heimsieg gegen die Kieler Störche ganz viel Negatives abzugewinnen. Fußballerisch war es keine Glanzleistung, es wurden nur sehr wenige Chancen wirklich herausgespielt und das Tor entsprang einem Akt der Gewalt. (Sind diese unverbesserlichen Rostocker also auch auf ihrem Spezialgebiet wieder einmal auffällig geworden... tsss.)

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Na, wie läuft‘s bei Hansa? – Läuft gegen den Baum. – Egal, Hauptsache, es läuft!

Seien wir dankbar. Es war ein kurzer, aber intensiver Moment inniger Freude und optimistischer Vorausschau – die zwei Tage zwischen dem Sieg gegen Aalen und dem Aufkommen der ersten Gerüchte über das reduzierte Kartenkontingent für unser Spiel beim 1. FC Magdeburg. Wie das zarte Aufflackern der ersten Sonnenstrahlen vom nahenden Frühling kündete, hatte ein Hauch von Hoffnung Besitz von den hanseatischen Herzen und Hirnen ergriffen. Ach, wie so trügerisch sind nicht nur Weiberherzen, das Licht am Ende des Tunnels scheint sich als ICE zu entpuppen, der sich mit maximaler Geschwindigkeit annähert – und es gibt kein Entrinnen. Man hat beinahe sogar den Eindruck, dass alle Beteiligten auf Seiten oder in Diensten unserer Kogge auf dem direkten Weg in Teufels Küche möglichst keinen Fettnapf stehen lassen wollen.

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