...dann bin ich weg. Zu mindest hab ich mir das immer gesagt, wenn ich mir ein ums andere Mal ein Ausgliederungsszenario nach dem anderen im Profifußball angeguckt habe. Diese Aussage war ein Leichtes, solange wie man den Luxus hatte, nicht vor dieses Problem gestellt zu werden. Aber jetzt, wo wir von der Realität überholt werden, stelle ich ernüchternd fest: Ideale muss man sich auch leisten können.

Alternativlos ist, und man verzeihe mir den Griff in die Fäkaliensprache, dass ich, je mehr ich esse, desto mehr auch kacken muss. Alternativlos ist, dass das dann, da ich nun mal kein Vegetarier bin, meistens stinkt. Natürlich hätte ich die Alternative, weniger oder zumindest gesünder zu essen. Aber es gibt eben Alternativen, die sind alternativlos Schwachsinn. Dies so zu sehen, ist aber meine Entscheidung, die ich treffen kann, weil ich diese Alternativen kenne, genau wie die Gefahren, die meine Entscheidung zur Alternativlosigkeit meines Essverhaltens mit sich bringt.

Rickeracke! Rickeracke!

Geht die Mühle mit Geknacke.

Wilhelm Busch fand in „Max und Moritz“ sehr anschauliche Worte um zu beschreiben, wie es sich anhörte, als zwei schlimme Jungs am Ende ihres langen, an Schandtaten reichen Weges langsam und gründlich durch die Mühlen (des Gesetzes) gedreht wurden.

Langsaaaam, gaaaanz langsaaaaaam mahlen sie, die Mühlen der Bürokratie. Gründlichkeit geht nun mal vor Schnelligkeit. Da kann es schon mal ein paar Tage dauern, bis die Ergebnisse investigativer Recherche ihren Adressaten erreichen, erst recht, wenn dieser ein Minister ist.

Warum heißen Freundschaftsspiele eigentlich Freundschaftsspiele? Mit Freundschaft haben die wenigsten dieser Vorbereitungsspiele, die jeder Verein während der Sommer- oder Winterpause absolviert, zu tun. Jedenfalls ist mir nicht bekannt, dass Hansa mit auch nur einem der Vorbereitungsgegner befreundet wäre. Und wenn man sich dieser Tage mit dem Vorbereitungsprogramm unseres Vereins beschäftigt, ist Freundschaft das letzte Wort, das einem dabei einfällt.

hansa::fans.deNun ist es also wieder passiert. Schon wieder musste ein Trainer vorzeitig gehen, weil die sportlichen Leistungen nicht den Ansprüchen des F.C. Hansa genügen. Andreas Bergmann und sein Assistent Andreas Reinke wurden gestern nach dem Aus im Länderpokal beurlaubt. Angesichts des nun folgenden 21. Trainers in 15 Jahren stellt sich einmal mehr unweigerlich die Frage, wann dieser Verein auf dieser Position endlich zur Ruhe kommt.

…, die Zeit mir dir war … äh … na ja, wie auch immer.

Danke an die Toten Hosen für diese Textzeile und Entschuldigung, dass mir das Ende des Verses einfach nicht einfallen will.

Unser Ex-Medienpartner – bestens im Bilde, wie immer, wenn es Vereinsinterna betrifft – verbreitet heute die Nachricht, Bernd Hofmann habe um Auflösung seines Vertrages als Vorstandsvorsitzender des F.C. Hansa Rostock gebeten. Überraschen kann diese Nachricht niemanden, der das Geschehen rund um unseren Verein regelmäßig verfolgt oder sich mit Verlauf und Ergebnissen der letzten Mitgliederversammlung beschäftigt hat. Es ist vielmehr erstaunlich, dass nach dieser Versammlung tatsächlich noch einmal drei Wochen ins Land gehen mussten, bis sich Herr Hofmann dazu durchringen konnte, einen Schlussstrich unter eine zunehmend unerfreuliche Entwicklung zu ziehen und nun den Weg für einen personellen Neuanfang freizumachen.