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Hansa am Abgrund

Hansa befindet sich in der schlimmsten Krise seit Bestehen des Vereins. Sicher, dieser Satz ist in den letzten Jahren schon öfter gefallen. Aber in Anbetracht der vergangenen Tage erzeugen die Krisen der letzten Jahre nur ein müdes Gähnen im Vergleich zu dem, was uns im schlimmsten Fall nach dem 09.05.2012 bevor steht.

Und wie es wohl mittlerweile alle mitbekommen haben, bezieht sich das "leider" nicht nur auf das sportliche Geschäft. In Anbetracht der finanziellen Schieflage unseres Vereins grenzt es schon an fortgeschrittenen Wahnsinn, nur an das nächste Spiel zu denken. Der fast schon besiegelte Abstieg in die 3. Liga ist im Vergleich zur auf der Kippe stehenden Existenz des FC Hansa das kleinste Problem.

Und so kommt es, dass wir uns wie die Arminia aus Bielefeld vor 2 Jahren an einen winzigen Strohhalm klammern und abhängig sind, von einer Bürgerschaft, die sich auch in anderen Dingen lieber gegenseitig bekämpft und schon seit gefühlten Jahrzenhnten ihre Ränkespielchen spielt, anstatt an einem Strang zu ziehen. Kann man von so einem zerstrittenen Haufen erwarten, dass sie eine Entscheidung zu Gunsten unseres gelibetn Vereins trifft? Auch hier stirbt die Hoffnung zuletzt, denn in meinen Augen sind die Folgen eines Fallen lassens des wohl größten Werbeträgers der Stadt, wenn nicht sogar von ganz Mecklenburg-Vorpommern, nicht absehbar.

In 2 Wochen werden wir alle schlauer sein. Eine Zukunft ohne Hansa kann und will ich mir gar nicht vorstellen. Das Kribbeln, was einem vor jedem Spiel befällt, auch wenn man nur Graupenfußball erwarten konnte, darf einfach nicht verschwinden. Liebe Stadtvertreter von Rostock, bitte fällt die richtige Entscheidung.

Ach ja, Fußball wird ja auch noch gespielt. Hansa muss am Sontag bei Union unbedingt gewinnen, und gleichzeitig auf eine Niederlage des KSC gegen Aachen hoffen, ansonsten kann man den sportlichen Verbleib in der 2. Liga zu den Akten legen. Auf Gnade von den Unionern brauchen wir wohl nicht hoffen, haben sie im Hinspiel ja auch nicht gewährt.

Ich hoffe, dass die Spieler den Kopf frei haben und ein gutes Spiel abliefern. Alles andere haben sie eh nicht in der Hand.