Na, wie läuft‘s bei Hansa? – Läuft gegen den Baum. – Egal, Hauptsache, es läuft!

Seien wir dankbar. Es war ein kurzer, aber intensiver Moment inniger Freude und optimistischer Vorausschau – die zwei Tage zwischen dem Sieg gegen Aalen und dem Aufkommen der ersten Gerüchte über das reduzierte Kartenkontingent für unser Spiel beim 1. FC Magdeburg. Wie das zarte Aufflackern der ersten Sonnenstrahlen vom nahenden Frühling kündete, hatte ein Hauch von Hoffnung Besitz von den hanseatischen Herzen und Hirnen ergriffen. Ach, wie so trügerisch sind nicht nur Weiberherzen, das Licht am Ende des Tunnels scheint sich als ICE zu entpuppen, der sich mit maximaler Geschwindigkeit annähert – und es gibt kein Entrinnen. Man hat beinahe sogar den Eindruck, dass alle Beteiligten auf Seiten oder in Diensten unserer Kogge auf dem direkten Weg in Teufels Küche möglichst keinen Fettnapf stehen lassen wollen.

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0:2 gegen AueEs hätte nicht viel gefehlt und ich hätte bereits vorgestern, fast direkt nach dem Spiel gegen Wismut, zum virtuellen Stift gegriffen. Das Fazit des Tages wäre dann allerdings deutlich anders ausgefallen als es das heute, mit ein paar Minuten Abstand und der Gelegenheit, das Gesehene zu reflektieren, tut. (Es ist überhaupt ratsam, den Laptop einfach mal in der Ecke liegenzulassen, wenn man gerade geladen ist wie ein türkischer Kleinlaster). Jedenfalls.

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Zuhause gegen AueDer 1. FC Magdeburg ist erst unser überüberübernächster Kontrahent, und doch dominiert diese Ansetzung aktuell die Schlagzeilen rund um die Liga. Grund dafür ist ein (nicht einmal mehr erbarmungswürdiges) Gezerre um Eintrittskarten für die Jungs und Mädels von der Ostsee. Seit ein paar Tagen geht es rund ums Ostsee- und das Krügelstadion scheinbar um nichts Anderes mehr. So verständlich der Ärger, die Wut und die Enttäuschung sein mögen (auch mir platzt in der Rückschau auf die letzten peinlichen Tage der Hut!)... am Sonnabend ist erst einmal Wismut Aue angesagt.

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Eine Einleitung fällt schwer, die Gefühlslage ist alles andere als klar. Von Wochenende zu Wochenende hangeln wir uns nun von einem „jetzt aber!“ zum nächsten. Der tiefe Tiefpunkt bei den sympathischen Kickers ließ die Woche schwer angehen. Nach jedem Samstag pappensatt bis zum Wochenanfang, dann gibt es anderthalb Tage Desinteresse und die 48 Stunden bis zum Anpfiff ist die Hoffnung wieder da, teils flehend teils energisch. Nun treten morgen, oder wohl doch eher schon heute, die Kickersnachbarn den umgekehrten Weg gen Ostseeküste an.

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0:2 in DegerlochWäre ich noch dazu gekommen, eine Vorschau auf das Spiel bei den Stuttgarter Kickers zu schreiben, hätte darin gestanden, daß die Zeit der Ausreden vorbei ist (ungefähr seit letzten August!), daß meine Sympathie für die Blauen am Spieltag für grob anderthalb Stunden ruht, daß die Chance auf einen Erfolg angesichts der Tabellenlage des Gegners etwas weniger schlecht ist als sonst und daß ich tatsächlich neugierig darauf bin, ob Christian Brand bereits einigen der Neuen das Vertrauen schenkt. Mit anderen Worten, es machte sich während der Spielvorbereitung so etwas wie Vorfreude breit.

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0:0 gegen OsnaWinterpause. Vorbereitung. Fortuna. Der Vorfreude widerstandslos ausgeliefert sehnt man sich im Dunstkreis einer längst verloren gegblaubten Euphorie dem Auftaktspiel in Köln entgegen und bleibt tief bis ins Mark erschüttert zurück. Der Aufprall auf dem harten Betonboden der Realität ist aus dieser Höhe der Erwartungen umso schmerzvoller, zumal man sich wie algorythmisiert fragen muss: Wofür das alles? Was ist falsch gelaufen? Was machen die Anderen, was wir verpasst haben? Oder war ist die nach wie vor jene unergründlichen Mechanismen des schönsten Ballspiels der Welt, sind es diese unverrückbaren Faktoren, die Wechselwirkung innerer und äußerer Einflüsse die den blau-weißen Herzbuben die Beine lähmen und den Fortunen Flügel zu geben scheinen?

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