01.12.2016 ; 10.00 Uhr ; 7°C ; bedeckt & stark windig ; Trainingsplatz Süd ; 5 Kiebitze ; 70 min 

 

Es ist in diesem für Sonnen- und Lichtanbeter wie mich so furchtbaren Monat völlig egal, ob man um 10 oder um 14 Uhr zum Training erscheint, zusammen mit dem Grau am Himmel und Autos die ganztägig mit Licht fahren ist es den ganzen Tag gleichbleibend finster und es scheint permanent zu dämmern.

Gestern wenigstens mit einigermaßen aushaltbaren Temperaturen. Der Trainingsplatz tief und weich.

Bis auf Erde alle am Start, Hoffi verschwand wohl wieder nach dem Kreisspiel, so dass bei diesem noch 20 Feldspieler anwesend waren. Ahli also wieder voll dabei. Auch der Cheftrainer war wieder mit auf dem Platz, nachdem er am Vortag dem Vernehmen nach krankheitsbedingt ausgesetzt hat. Stefan Karow diesmal gleich mit 5 seiner Schützlinge.

Ablauf wie seit Wochen annähend derselbe, individuelle Erwärmung, kurze Beweglichkeitsübung auf ein paar Metern mit Bornholdt, Kreisspiel.

Danach eine längere Übung mit Ball (Winterversion), langsam Reinkommen, ohne Abschlüsse, obwohl 2 Torhüter bereits im Tor standen. Zunächst nur Team Weiß, dann Team Blau, später mit Abschlüssen und Team Blau. Brand griff zwar viel ein und dirigierte, allerdings außerhalb des Umkreises des Balles viel Statik und Rumstehen, was ich mir bei den Temperaturen nicht so angenehm vorstelle. Es ging um Ballbesitz und -sicherheit von Hinten heraus, viel horizontal und dann der Moment in dem vertikal gespielt wurde über die Außen- oder auch Halbpositionen, um dann zur Flanke von Außen oder ins Zentrum zu kommen. Wenig Abschlüsse, kein richtiges Tempo und Fluss fand ich, mit Dummies und auch wieder vielen Bälle dabei, die im Spiel kaum ankommen würden. 

Stefan Karow mit seinen Torhütern zunächst mit Airdummies und einer Kombination aus flachen und hohen Bällen, später Seitenwechsel. Zunächst gab es einen flachen Schuss von halbaußen ein paar Meter seitlich vor dem Tor, bei dem die Sicht etwas eingeschränkt war und dann sofort einen hohen Ball in den Rücken zentral vor das Tor, bei dem immer zwei den Torhüter bedrängten, der dran war. War nicht ganz einfach deshalb und sie mussten Absprung schon recht genau timen, um den Ball zu kriegen. Später kam mit einem Abwurf auf zwei Tore an den Außenlinien ein Element dazu. Alle 5 dabei im Wettbewerb, wobei der Abwurftreffer ins Tor zählte. Die waren zwar nicht ewig weit weg, aber der starke Wind machte es schwierig, da musste man mit Vorhalt arbeiten damit der Ball auch im Tor landete, wobei sich oft verschätzt wurde. Das löste so manchen Spott und Heiterkeit aus, Schuh gewann souverän und die anderen Vier dann mit 20 Liegestützeer.

Später ging es dann zu dritt hinter den Platz auf das Ende vor der Eishalle. Zwei Tor rechtwinklig an den Pfosten zusammengestellt, vor dem einen die Airdummies. Diese mussten durchlaufen werden in Richtung Außenpfosten, Schuss von Stefan auf Brusthöhe, flacher harter Schuß vom 2. Mann auf das andere leere Tor, wobei der Weg durch die Dumms der Kürzeste war, aber auch der mit der geringsten Sicht. Dann vom dritten Mann ein beliebiger Schuss auf das versperrte Tor, das ganze im Wechsel.

Am Ende Spiel zwischen den 16ern. Maximilian Böttcher und Philipp Puls beendeten dann etwas früher, waren dann Nachmittags nochmal beim Nachwuchs im Training. Zwei Teams, Marcel und Eric im Tor, Sammi bei Team Blau als Innenverteidiger. Ging hin und her, Blau (Reserve) mit Ahli und Kerem ging dann in Führung und hatte in der ersten Hälfte mehr Strafraumszenen. Weiß kam dann mit Timo und nem Elfer wieder ran, Gardawski und Dorda tauschten die Positionen auf der Linksverteidigerposition, Aleks mal eine HZ auf der 6. Viel über links bei Team Weiß, wobei es mit Michael und Timo auf der linken Seite immer so den Eindruck machte, als stünden die sich irgendwie auf den Füßen. Weiß nicht, wie es gedacht war, aber es schien als stünde Timo oft zu tief und hätte mehr neben Cello weiter vorn sein sollen oder Michael Gardawski als Sechser zu weit außen, wo dann auch Dorda mit aufrückte. Fiel mir auf, weil es teilweise merkwürdig aussah. Timo gefiel mir ansonsten gut, sucht auch immer den Weg zum Tor, aber manchmal will er durch zu viele Gegenspieler. Wanne stand irgendwie unter besonderer Beobachtung von Brand, zentrale Figur und sollte zwischen defensivem und offensivem Mittelfeld pendeln, dadurch großes Laufpensum. Gestern eher mürrisch unterwegs, bekam auch mal ordentlich einen ab, blieb liegen und das Spiel lief weiter, ohne das sich jemand kümmerte. Kofie in der Innenverteidigung, ansonsten nichts Bemerkenswertes, außer dass die Spieler oft einfaches Spiel im letzten Drittel forderten, teilweise viel zu umständlich oder den Moment zum Schuss verpasst.

Eine längere gestenreiche Ansprache von Brand und Ende.

 

Nachmittags war ich dann nochmal oben wegen der Auswärtskarte, hab dann bei stürmischem Wind dem Nachwuchs noch ne halbe Stunde zugeschaut. Die A-Jugend auf dem Ende hinter dem Tor im Volksstadion, dort war es fast dunkel. Die Jüngeren auf je einer Hälfte des Kunstrasens. Die B hatte dazu zwei Tore aufgestellt mit TW, hinter jedem Tor eine Gruppe. Je ein Spieler ging dann aufs Feld, bekam den Ball und musste siuch gegen den einen Gegenspieler und den Torwart durchsetzen, nach Abwehr gings in die andere Richtung nach Tor oder Fehlschuss wechselten die Feldspieler, später dasselbe mit je einem Pärchen. Recht flottes Tempo, viele sehenswerte Aktionen, wenn sich gegen den Gegenspieler durchgesetzt wurde im 1:1 und dann auch gute Abschlüsse. Sehr auffällig dabei Philipp Puls, der ja nun auch schon geraume Zeit bei Stefan Karow und den Profis mitmacht. Kann mich nicht erinnern, dass der einen Ball rausholen musste, extrem gute Reflexe, schnell, beweglich und denkt und arbeitet als TW richtig gut mit, nach Parade ganz schnelle und gekonnte Abspiele auf seinen Mann, die dadurch oft im Vorteil waren. Ist zwar nicht groß, aber geht oft gut getimt dem Ball und Spieler entgegen und hatte ohne unfair zu sein fast immer das bessere Ende für sich. Riesentalent, sieht man auch beim Training mit den Profis, nur das die ja um noch um einiges voraus sind.

Auf der anderen Hälfte könnte es die C gewesen sein, auch hier viel Bewegung, kurze Übungen, sehr intensiv da auf kleiner Fläche, keine Pausen, also kalt war da keinem. Alle zusammen oder in zwei Gruppen abwechselnd völlig unterschiedliche Übungen, auch alle zusammen dann Ballbesitz auf kleinerem Feld, wobei unermüdlich und vom Trainer laut angefeuert dem Ball und dem Gegenspieler hinterhergejagt wurde. Als ich sah, was da auf dem Kunstrasenplatz abging, würde ich mir so ein Tempo und so eine Intensität auch manchmal bei den Profis wünschen mit vllt. ähnlichen Übungen, alles z.B. mit Gegenspieler. Der andere Punkt ist, ich hab den Eindruck, dass das so in der Form alles andere als optimale Trainingsbedingungen sind. 3 Teams, 1 Platz, funzeliges Licht, eine Gruppe fast im Dunkeln, kein richtiger Rasen worauf dann wahrscheinlich die Punktspiele stattfinden. Wirkte jedenfalls von außen betrachtet dadurch alles etwas improvisiert und relativ eng.

 

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